So, letzte Zeit habe ich immer nur schnell ein paar Fotos gebloggt, jetzt wird es Zeit für einen "ordentlichen" Bericht ;-)
Das Thema liegt mir schon seit einiger Zeit auf dem Herzen/Magen und es muss mal raus. Ich hoffe es interessiert euch und ich wäre auch froh eure Meinung darüber zu hören ;-)
das Thema : Hausfrau und Mutter sein
Ich weiss nicht ob es nur mein Problem ist oder ob es allgemein so ist, aber ich finde dass man als Hausfrau und Mutter sofort in eine Schublade gedrängt wird (ach, ein Mütterchen ! )So als wäre man sonst nix, kein Mensch mit eigenen Interessen/Fertigkeiten oder gar Beruf.
Nein, Frau ist dann nur noch eine "Mammi".
Wenn die Kinder so denken ist das noch nachvollziehbar, so mein Sohn auf die Frage, was für ein Beruf seine Mutter habe? Antwort : "Putzfrau" Was ich jetzt lustig finde, hat mir damals aber gar nicht geschmeckt (und einen bitteren Nachgeschmack hinterlassen).
Aber es ist wahr, ein gross Teil meiner arbeit ist Putzen, Waschen, Wäsche zusammenlegen, Spühlmaschine ein/ausräumen, Spielsachen einsammeln...halt was so anfällt im Alltag.
Aber dass andere arbeitende Mütter so denken versteh ich nicht! Sie müssten doch wissen dass es viel mehr ist als nur den Haushalt schmeissen. Es heisst Kinder betreuen, für sie da sein, ihnen zuhören, ihnen helfen 24 auf 24!
Manchmal wünsche ich mir auch, meine Kinder in eine Kindertagesstätte zu geben (und wenn es nur ein paar Tage wären) dass meine Kinder mal lernen wie gut sie es hier zu Hause haben (im Hotel Mama!)
Ich koche meistens was sie mögen, sie müssen nicht alles essen (auch nicht alles aufessen), sie dürfen spielen/ auch tv schauen und müssen nicht 3 Std. Mittagsruhe/schlaf halten! hahaha
Jaja : Mama macht das schon: von der Schule abholen /bringen...kochen, spühlen/räumen und noch Freizeitaktivitäten organisieren...
Ich will mich nicht beklagen, ich liebe es zu Hause zu sein, mein eigener Chef zu sein, mich und unseren Tag zu organisieren...zu sehen wie die Kinder gross werden, die Zeit mit ihnen geniessen, mit ihnen Sachen unternehmen und entdecken...
Alles hat seine Vor und Nachteile...mich stört halt nur diese negative Einstellung, (von anderen Mitmenschen)
"Ach,was? sie bleiben ganz zu Hause!?! (Augen weit ungläubig aufgerissen, dann Kopfschüttelnd) !
Ja, ich hab meinen Job auf Eis gelegt für meine Kinder! Ja, ich habe eine Ausbildung und einen Beruf!
Ich bin Erzieher (haha sogar mit Diplom) und ich kann immer wieder in meinen Beruf wenn ich will, ganz, halb, stundenweise...oder was ganz anderes machen, was kreatives...wie ich will, aber jetzt möchte ich für meine Kinder da sein, warum ist das so schwer zu verstehen?Warum muss ich mich rechtfertigen?
Nach Luca (mein erstes Kind) war ich wieder arbeiten...ich war tot unglücklich ihn abgeben zu müssen! Und für mich war klar, ich will Familie, eine grosse, und für für meine Kinder da sein.
Klaro gibt es Tage wo es mich nerft die "Putzfrau" zu sein, aber es gibt auch viele Tage wo ich nicht tauschen möchte.
Wenn mich nächstens wer fragt was ich beruflich bin, dann sage ich ganz stolz:
ich bin
Family CEO (chief executive officer) klingt doch toll oder?